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Welcher Anthropos? Emanzipation in Zeiten ökologischer Krisen


Online-Vortrag von Katharina Hoppe.

Im Rahmen der Ausstellung Canning Areas

CANNING AREAS KATHARINA FACEBOOK EVENT small

Es ist vielfach darauf hingewiesen worden, dass die rasch hegemonial gewordene Erzählung des Anthropozäns auf einer vereinheitlichenden Geste beruht, die „den Menschen“ als Universalie ins Zentrum der Verantwortung für die ökologischen Verwerfungen unserer Zeit stellt. In der Imagination „des Anthropos“ als dominanter geologischer Kraft wird die Omnipotenzphantasie „des Menschen“ als naturbeherrschende Macht wiederholt. Während Ökomodernist_innen vor diesem Hintergrund bereits von einem „guten Anthropozän“ träumen, welches die Folgen des Klimawandels und anderer ökologischer Katastrophen durch technologische Innovationen beherrschbar gemacht haben wird, sind es besonders feministische, postkoloniale und ökosozialistische Perspektiven, die die Erzählung des Anthropozäns selbst zum Gegenstand der Kritik machen. Sie arbeiten die vergeschlechtlichten, rassifizierten und klassenspezifisch differenzierten Ungleichverteilungen von Verantwortung heraus. Mit ihren Gegen-Geschichten – etwa des Kapitalozäns, des Chthuluzäns und des Plantagozäns – beharren sie auf der Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation. Der Vortrag skizziert die Gefahr des ökomodernistischen Traums und zeigt die Potentiale und Grenzen der genannten Gegen-Geschichten auf. Darauf aufbauend geht der Vortrag der Frage nach, welche Geschichten und Praktiken es braucht, um grundlegende Transformationen anzustoßen und mit was für einer Vorstellung von Emanzipation ein solches Projekt einhergeht.

Der Vortrag wird am 4.11. um 19 Uhr auf unserem Instagram-Kanal live übertragen:

https://www.instagram.com/offeneshausderkulturen/

Bei Fragen schreibt eine Email an:

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Ausstellung und Begleitprogramm finden im Rahmen des Schwerpunktes Transform. Wege aus der Klimakrise statt.

Mit Unterstützung von Rosa Luxemburg Stiftung Hessen, Brot für die Welt, Heinrich Böll Stiftung Hessen, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und wohnen, Asta der Uni Frankfurt

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